HALTgeben – Hohe Patient*innen-Zufriedenheit durch alter(n)s- und lebensphasengerechte Arbeitsgestaltung und Berufsverlaufsmodelle in der Pflege

Das Projekt HALTgeben wird mit Mitteln des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss unter dem Förderkennzeichen 01VSF18006 in der Laufzeit vom 01.02.2019 bis zum 31.01.2022 gefördert.

Konsortialpartner ist der Bereich Medizinische Soziologie des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Universität Ulm.

Kooperationspartner sind die Kliniken Region Hannover (KRH), das Evangelische Altenzentrum Bruchsal (EAZ) und der Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK DV).

Projektbeschreibung

Der Personalbedarf in der Pflege wächst angesichts der demografischen Entwicklung. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, die Nachfrage nach qualifizierten Pflegekräften zu decken. Von 2008 bis 2017 hat sich die Besetzungsdauer offener Stellen in der Kranken- und Altenpflege von 57 auf 221 Tage vervierfacht. Eine Stelle bleibt demnach im Schnitt über ein halbes Jahr unbesetzt. Ein Ansatz, diese Bedarfslücke zu schließen ist es, die Arbeitsbedingungen in den Pflegeberufen zu verbessern.

Ziel des Projekts HALTgeben ist den Nachweis zu führen, dass gute Pflegebedingungen zu einer stabilen/gestärkten Arbeitsfähigkeit und zu guten Pflegeleistungen führen, die einen positiven Effekt auf die Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten mit der Pflegequalität haben.

In partizipativen Interventionsgruppen werden Maßnahmen zur Förderung der Arbeitsfähigkeit und zu alter(n)sgerechten und lebensphasenorientierten Berufsverläufen umgesetzt. Dabei geht es unter anderem um organisatorische Optimierungen, wertschätzende Führung, Kompetenzentwicklung, Gesundheitsförderung sowie eine bessere Vereinbarkeit von Privatem und Beruf.

Interventions- und Kontrollgruppen werden im Längsschnitt zu drei Erhebungszeitpunkten bezüglich der Arbeitsbewältigung sowie in Bezug auf die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten verglichen. Insgesamt werden etwa jeweils 600 Patientinnen und Patienten sowie rund 3.000 Pflegekräfte an der Studie teilnehmen. Zehn Kliniken aus der Region Hannover und das Evangelische Altenzentrum Bruchsal beteiligen sich an dem Projekt, das für drei Jahre mit 1,17 Millionen Euro gefördert wird.

Aus den Projektergebnissen werden übertragbare Maßnahmen mit besonders positiven Effekten für Pflegende und zu Pflegende abgeleitet. Es werden Ansätze zur Qualitätssicherung in der Regelversorgung erarbeitet, die zu einer längeren Beschäftigungsperspektive für Versorgende in der Kranken- und Altenpflege beitragen und somit einen Teil der Bedarfslücke in der Pflege schließen können.

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