HALTgeben – Hohe Patient*innen-Zufriedenheit durch alter(n)s- und lebensphasengerechte Arbeitsgestaltung und Berufsverlaufsmodelle in der Pflege

Das Projekt HALTgeben wurde mit Mitteln des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss unter dem Förderkennzeichen 01VSF18006 in der Laufzeit vom 01.02.2019 bis zum 30.04.2022 gefördert.

Konsortialpartner war der Bereich Medizinische Soziologie des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Universität Ulm.

Kooperationspartner waren die Kliniken Region Hannover (KRH), das Evangelische Altenzentrum Bruchsal (EAZ) und der Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK DV).

Aktuelle Veröffentlichungen im Projekt:

  • Arbeit und Zukunft e.V. (Hrsg.) (2022): Video „HALTgeben in der Pflege“ [Link: https://youtu.be/7kLNbjyEXI0]
  • A. Frevel, H. Geißler und K. Thönnessen: Alter(n)s- und lebensphasengerechte Arbeit und Berufsverläufe in der Pflege. In: BKK-Gesundheitsreport 2022. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (MWV), Berlin (erscheint 12/2022)
  • Das Projekt wurde am 15.04.2021 im Rahmen der Veranstaltungsreihe BKK INNOVATIV – Ergebnisse aus dem Innovationsfonds vorgestellt. Die Aufzeichnung der BKK-Veranstaltung findet sich unter: https://vimeo.com/537673268/5acbe0942e .
  • A.  Frevel,  D.  Fuchs  und  H.  Geißler:  „Gute  Arbeit  in  der  Pflege  und  Patient*innen-Zufriedenheit“ – in V.E. Amelung, S. Eble, R. Sjuts, T. Ballast, H. Hildebrandt, F. Knieps, R. Lägel, P. Ex (Hrsg.): „Die Zukunft der Arbeit im Gesundheitswesen“ (Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2020, S. 43-56). Das gesamte Werk ist auf der Webseite des BMC als Flipbook eingestellt.
  • D. Montano, M. Kuchenbaur, H. Geissler und R. Peter: „Working conditions of healthcare workers and clients’ satisfaction with care: study protocol and baseline results of a cluster-randomised workplace  intervention”  –  in  BMC  Public  Health  (2020)  20:1281, https://doi.org/10.1186/s12889-020-09290-4.

Projektbeschreibung

Der Personalbedarf in der Pflege wächst angesichts der demografischen Entwicklung. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, die Nachfrage nach qualifizierten Pflegekräften zu decken. Von 2008 bis 2017 hat sich die Besetzungsdauer offener Stellen in der Kranken- und Altenpflege von 57 auf 221 Tage vervierfacht. Eine Stelle bleibt demnach im Schnitt über ein halbes Jahr unbesetzt. Ein Ansatz, diese Bedarfslücke zu schließen ist es, die Arbeitsbedingungen in den Pflegeberufen zu verbessern.

Ziel des Projekts HALTgeben war den Nachweis zu führen, dass gute Pflegebedingungen zu einer stabilen/gestärkten Arbeitsfähigkeit und zu guten Pflegeleistungen führen, die einen positiven Effekt auf die Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten mit der Pflegequalität haben.

In partizipativen Interventionsgruppen wurden Maßnahmen zur Förderung der Arbeitsfähigkeit und zu alter(n)sgerechten und lebensphasenorientierten Berufsverläufen umgesetzt. Dabei ging es unter anderem um organisatorische Optimierungen, wertschätzende Führung, Kompetenzentwicklung, Gesundheitsförderung sowie eine bessere Vereinbarkeit von Privatem und Beruf.

Interventions- und Kontrollgruppen wurden im Längsschnitt zu drei Erhebungszeitpunkten bezüglich der Arbeitsbewältigung sowie in Bezug auf die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten verglichen. Insgesamt habenüber 2.000 Patientinnen und Patienten sowie rund 470 Pflegekräfte an der Studie teilgenommen. Zehn Kliniken aus der Region Hannover und das Evangelische Altenzentrum Bruchsal beteiligten sich an dem Projekt. Aus den Projektergebnissen wuerden übertragbare Maßnahmen mit besonders positiven Effekten für Pflegende und zu Pflegende abgeleitet. Es werden Ansätze zur Qualitätssicherung in der Regelversorgung erarbeitet, die zu einer längeren Beschäftigungsperspektive für Versorgende in der Kranken- und Altenpflege beitragen und somit einen Teil der Bedarfslücke in der Pflege schließen können.

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